Claudia Schmidtke

Die Schnelle und präzise Diagnose kann lebensrettend sein.

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn wir über die Medizin der Zukunft sprechen, dann geht es häufig um Telemedizin, personalisierte Therapien oder Big Data. Ein wichtiger Aspekt wird dabei oft vergessen, obwohl er heute schon im Versorgungsalltag zu spüren ist: die Ermächtigung der Patientinnen und Patienten.

Editorial

Digitalisierung und Innovation geben den Patienten ein Instrumentarium an die Hand, das den Nebel des Mysteriums medizinischer Versorgung schon heute ein wenig lichten kann. Die eigene Krankheit und ihre Therapien werden verständlicher und erlebbarer. Sie verlieren damit oft auch an Bedrohlichkeit. Patienten werden mehr und mehr zu gleichberechtigten Partnern im Einsatz für ihre Gesundheit.

Nicht nur in der Versorgung, auch in der Forschung wollen Betroffene sich heute als Partner verstanden wissen: gleichberechtigt, informiert und selbstbestimmt. Dabei geht es ihnen nicht nur um Einwilligung und den Schutz ihrer Daten, sondern um Verständnis für das, woran sie mitwirken.

Nur so lässt sich die große Bedeutung erfahren, die Gesundheitsforschung für unser aller Leben hat – im Rahmen der Früherkennung, Prävention, Therapie und Nachsorge. Der Moment, in dem wir alle zuerst mit der Gesundheitsversorgung in Kontakt kommen, hat für den weiteren Verlauf der Erkrankung eine besondere Bedeutung: wenn plötzlich Symptome auftreten. Die genaue Diagnose stellt dann die Weichen für eine erfolgreiche Therapie.

Dass Diagnosen immer präziser für Subtypen von Krankheiten und für seltene Erkrankungen möglich sind, ist auch ein Ergebnis der Forschung an und mit Patientinnen und Patienten. Neueste Erkenntnisse über biologische Mechanismen verknüpft mit Daten aus klinischen Patientenstudien öffnen die Türen zu maßgeschneiderten Therapien. Dies sind Erfolge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – nicht zuletzt aus den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung.

Die schnelle und präzise Diagnose kann lebensrettend sein, deshalb stellt diese Ausgabe des Magazins SYNERGIE den Anfang eines jeden Heilungsprozesses in den Mittelpunkt. Ich wünsche viel Freude bei der Lektüre.

Prof. Dr. Claudia Schmidtke
Mitglied des Bundestages
Patientenbeauftragte der Bundesregierung

Eine vernetzte Forschung sorgt für Durchbrüche im Kampf gegen Volkskrankheiten..

Das Stichwort lautet:
Translation

Netzwerk der DZG

Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung

Forschung und Wissenschaft sind die Basis für medizinischen Fortschritt, der schon bald das Leben aller verbessern könnte. Daran arbeiten wir mit Begeisterung.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen im Namen aller
Vorstände der wissenschaftliche Beirat des Magazin

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