Das Virus im System

Covid-19 befällt primär die Atemwege, kann aber Auswirkungen auf viele Organe des Körpers haben. Wie die ausgewählten Beispiele auf dieser Seite zeigen, arbeiten die DZG mit Hochdruck an der Erforschung der Infektion, um Erkenntnisse zur Vorbeugung und Behandlung zu gewinnen.

AktuellInfektionsforschung

IMMUNREAKTION ERFORSCHEN

Immunreaktion erforschen

Bei schweren Fällen von COVID-19 ist die Immunantwort in einer Dauerschleife aus Aktivierung und Hemmung gefangen und verläuft deshalb nicht optimal. Das zeigen Studien des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) im Rahmen der „Deutschen COVID-19 OMICS Initiative“. Forschende des DZNE haben überdies einen Ansatz entwickelt, um eine Coronavirus-Infektion anhand von Immunzellen zu erkennen, die im Blut zirkulieren. Sie nutzen dafür künstliche Intelligenz.

DZNE

Medikamente ersetzen

Medikamente ersetzen

Der ACE2-Rezeptor gehört zu einem Signalsystem, das den Blutdruck reguliert. Gleichzeitig ist er Eintrittspforte für das SARS-CoV-2-Virus. Blutdrucksenkende ACE-Hemmer regulieren diesen Rezeptor hoch, was Ärzte und Patienten verunsichert hat. In einer klinischen Studie untersucht das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, ob es sich auf den Verlauf von COVID-19 auswirkt, wenn ACE-Hemmer ausgesetzt beziehungsweise durch Blutdrucksenker mit anderem Wirkmechanismus ersetzt werden.

DZHK

Lungengewebe regenerieren

Lungengewebe regenerieren

In der Lunge führt das Coronavirus zum Akuten Atemnot Syndrom (ARDS) – das Organ wird stark geschädigt und der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung untersucht in einer Studie die Wirksamkeit des Wachstumsfaktors GM-CSF als inhalatives Medikament. Erste Ergebnisse zeigen, dass GM-CSF nicht nur die Immunabwehr zur Bekämpfung der Infektion anregt, sondern auch eine regenerative Wirkung auf das geschädigte Lungengewebe hat.

DZL

Risikofaktor Übergewicht

Risikofaktor Übergewicht

Ist das Coronavirus SARS-CoV-2 für Menschen, die übergewichtig sind beziehungsweise an Diabetes leiden, besonders gefährlich? Dieser Frage widmet sich das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung. Weiterhin steht im Fokus, wie man die Stoffwechselerkrankung während der Pandemie managen kann. Plus: Eine neue Studie zum Thema Lebensstil und COVID-19 soll erkunden, ob Lebensstilfaktoren wie zum Beispiel Ernährung und Sport Einfluss auf die Schwere des Krankheitsverlaufs haben.

DZD

Impfstoff entwickeln

Impfstoff entwickeln

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung arbeiten an zwei Vektor-Impfstoffen. Dabei wird die genetische Information für ein Oberflächenprotein des SARS-CoV-2 in andere, modifizierte Viren eingebaut – in ein abgewandeltes und damit harmloses Pockenvirus (MVA) sowie in das Masernvirus. Das Impfvirus dringt in die Zellen ein und synthetisiert das Oberflächen-Spike-Protein des Coronavirus. Das wiederum wird vom Immunsystem als „fremd“ erkannt und simuliert damit die Immunantwort.

DZIF

Prävention fortführen

Prävention fortführen

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft haben ein Frühwarnsystem aufgebaut, um Veränderungen in der onkologischen Versorgung zu beobachten. Demnach sind Einschränkungen spürbar, doch im Regelfall waren keine bedrohlichen Versorgungsengpässe zu befürchten. Besorgt sind die Experten über ausgesetzte Abklärungs- und Früherkennungsuntersuchungen, die eine Bugwelle an zu spät diagnostizierten Krebsfällen aufbauen könnten.

DKTK

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