Synergie - Das Magazin der DZG

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FORSCHUNG FÜR GESUNDHEIT - unter diesem Motto berichten die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) zweimal im Jahr über Projekte und Erfolge in der translationalen Forschung.

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Eine vernetzte Forschung erreicht mehr und sorgt für Durchbrüche im Kampf gegen Volkskrankheiten.

Das Stichwort lautet:
Translation

Auf dieses Netzwerk kann Deutschland stolz sein.

Die Gründung der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück. Ihr Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen. 

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Mitteilungen,
Termine und Auszeichnungen

Mitteilungen

Weltgrößtes Register für Herzmuskel­­erkrankungen

Das Register TORCH-DZHK1 hat in den vergangenen drei Jahren Daten und Bioproben von 2.300 Patienten mit nichtischämischen Kardio­myopathien gesammelt. Das sind Herzmuskelerkrankungen, die nicht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens zurückgehen, sondern beispielsweise erblich oder entzündlich bedingt sind. Über Entstehung und Verlauf solcher Kardiomyopathien weiß man noch wenig, die nun beginnende Auswertung der Daten soll neue Ansätze für Therapien liefern.

DZHK

Genkarte kindlicher Tumore

Von etwa 1.000 neuen Krebs­medikamenten sind bisher nur einige wenige für Kinder geprüft. Um die Chancen krebskranker Kinder durch individuell zugeschnittene Therapien zu verbessern, haben Wissenschaftler des DKTK erstmals das genetische Repertoire kindlicher Krebs­erkrankungen kartiert. Sie wollen damit auch Pharma­unternehmen motivieren, Krebs­medikamente bei Kindern gezielter in bestimmten Subgruppen zu testen, damit sie auch für Kinder zugelassen werden.

DKTK

Pilotstudie: Erster Impfstoff gegen das MERS-Coronavirus

Mediziner des DZIF prüfen einen neuen Impfstoff gegen das gefährliche MERS-Corona­virus auf Sicherheit und Verträg­lichkeit. Der Erreger verursacht vor allem Infektionen der Atemwege, die in etwa 40 Prozent der Fälle einen schweren Verlauf nehmen und zum Tode führen. Das Virus ist vorwiegend in Dromedaren zu finden und kann von dort auf den Menschen übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch konnte ebenfalls nach­gewiesen werden und hat in Kliniken schon zu mehreren Ausbrüchen geführt.

DZIF

Neues Antibiotikum gegen Tuberkulose im Test

Antibiotikum

Das erste in Deutschland entwickelte Antibiotikum gegen Tuberkulose wird jetzt im DZIF klinisch erprobt. Die Prüfsubstanz namens BTZ043 greift gezielt in den Aufbau der Bakterien ein und führt zu Löchern in der Zellwand. Die Substanz ist auch gegen multiresistente Erreger wirksam, die zunehmend die Behandlung der Tuberkulose erschweren. Tuberkulose ist nach wie vor die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit weltweit.

DZIF

Herzpflaster werden am Menschen getestet

Ein wichtiger Schritt in der Translation ist erreicht: Die von DZHK-Forschern entwickelten künstlichen Herz­gewebe­pflaster sollen in einer Phase-I/II-Studie an 53 Patienten getestet werden. Voraussetzung dafür ist der erfolg­reiche Abschluss eines trans­lationalen DZHK-Projektes zur Herstellung der Gewebe­pflaster unter GMP-Bedingungen.Das künstliche Herz­gewebe soll die Funktion des zerstörten Herz­muskels bei Herz­schwäche übernehmen, um die Pump­kraft des Herzens zu verbessern.

DZHK

Nationale Dekade gegen Krebs

Prof. Michael Baumann

Krebsforschung, -Prävention und -Früh­erkennung verbessern: Das Bundesforschungs­ministerium startete 2019 gemeinsam mit dem Bundes­gesundheits­ministerium und weiteren Partnern die „Nationale Dekade gegen Krebs", um die Kräfte im Kampf gegen Tumorer­krankungen zu bündeln. Ko-Vorsitzender des Experten­kreises, der die Handlungs­empfehlungen für die Nationale Dekade erarbeitet, ist Prof. Michael Baumann, Vorstands­vorsitzender des Deutschen Krebs­forschungs­zentrums (DKFZ) und Sprecher des DKT.

DKTK

Auszeichnungen

Pionierarbeit für Herz und Lunge

Mit dem Diabetes-Medikament Pioglitazon lässt sich im Ratten­modell eine Form des Lungen­hoch­drucks, die pulmonal-arterielle Hyper­tonie (PAH), rückgängig machen und ein Rechts­herz­versagen verhindern. Diesen viel­versprechenden Ansatz fanden DZL-Forscher aus Hannover. Bislang ist Lungen­hochdruck mit einher­gehender Pump­schwäche der rechten Herz­kammer nicht heilbar.

DZL

Prostatakrebs:
Schlechte diagnose bei Männern mit Diabetes

Menschen mit Typ-2-Diabetes erkranken zwar seltener an Prostata­krebs als Patienten ohne Diabetes. Allerdings ist die Sterblich­keit höher. DZD-Forscher konnten zeigen, dass bei den Betroffenen der Androgen­rezeptor sowie zur Zell­teilung anregende Formen des Insulin­rezeptors verstärkt exprimiert werden. Dies könnte erklären, warum Patienten mit Diabetes bei Prostata­krebs eine schlechtere Prognose haben. Daher sind Vorsorg­eunter­suchungen bei Männern mit Diabetes besonders wichtig.

DZD

Immunmechanismen von Nerven­erkrankungen

DZNE-Forscher konnten zeigen, dass Immun­­mechanismen an der Ent­stehung von Alz­heimer beteiligt sind. So fördert das „NLRP3-Inflammasom" – ein Sensor des angeborenen Immun­­systems – die Ab­lagerung schädlicher Proteine im Gehirn. Eine weitere Studie zeigte, dass fett- und kalorien­­reiche Kost das Inflammasom aktiviert und die Immun­­abwehr durch genetische Um­­pro­grammierung lang­­fristig sensibilisiert. Das kann chronisch ent­zünd­liche Erkrankungen – insbesondere neuro­­degenerative Erkrankungen – begünstigen.

DZNE

Leibniz-Preis 2018
Prof. Eicke Latz

Prof. Eicke Latz

Für seine Arbeiten über das Immun­system hat Prof. Eicke Latz, Wissen­schaftler am DZNE und Direktor des Instituts für Angeborene Immunität an der Universität Bonn, Deutschlands wichtigsten Forschungs­förder­preis erhalten: den „Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis". Latz erforscht Entzündungs­mechanismen. Sein Interesse gilt insbesondere dem „Inflammasom", einem Multi­protein­komplex, der an Volks­krank­heiten wie Diabetes und Alzheimer beteiligt ist.

DZNE

Neuer Präsident der European Respiratory Society (ERS)
Prof. Tobias Welte

Prof. Tobias Welte

Internationale Experten­kommissionen der ERS formulieren regelmäßig gemeinsame Standards für die Atem­wegs­medizin und tragen so zu einer stetigen Verbesserung der klinischen Praxis bei. Als neuer Präsident hat DZL-Vorstand Prof. Welte sich unter anderem die Förderung der ökonomisch schwächeren Länder im Rahmen der ERS zum Ziel gesetzt. Als besondere Aus­zeichnung wird er im Sommer 2019 den ERS Presidential Summit in Hannover ausrichten.

DZL

Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nach­wuchs­preis
Prof. Dr. Tim Julius Schulz

Prof. Dr. Tim Julius Schulz

Für seine bio­medizinischen Arbeiten zur Funktion von weißen und braunen Fett­zellen erhielt Professor Dr. Tim Schulz den mit 60.000 Euro dotierten Paul Ehrlich und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchs­preis. Der DZD-Wissen­schaftler erforscht, wie die verschiedenen Fettzell-Typen entstehen und welche physio­logischen oder patho­logischen Wirkungen sie haben.