Synergie - Das Magazin der DZG

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FORSCHEN FÜR GESUNDHEIT - unter diesem Motto berichten die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) zweimal im Jahr über Projekte und Erfolge in der translationalen Forschung.

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Eine vernetzte Forschung sorgt für Durchbrüche im Kampf gegen Volkskrankheiten.

Das Stichwort lautet:
Translation

Auf dieses Netzwerk kann Deutschland stolz sein.

Die Gründung der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück. Ihr Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen. 

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Mitteilungen,
Termine und Auszeichnungen

Ausgabe #1 | 2020

Mitteilungen

Erster Test für das Coronavirus wurde in Deutschland entwickelt

Coronavirus SARS-CoV-2

Verdachtsfälle für das neue Coronavirus SARS-CoV-2, das seit Dezember 2019 Menschen weltweit infiziert hat, können sicher im Labor nachgewiesen werden. Das dafür notwendige Testsystem konnten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin bereits kurz nach dem Ausbruch im chinesischen Wuhan veröffentlichen. Die schnelle Diagnose bei Ausbrüchen ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.

DZIF

Hochwirksamer HIV-Antikörper unterdrückt Resistenzentwicklung

Forscher haben einen neuen, hochwirksamen Antikörper gegen HIV entdeckt. Während die Wirkung bisheriger Antikörper gegen HIV durch die Entwicklung viraler Resistenzen begrenzt wurde, kann der neue Antikörper namens 1-18 die Virusvermehrung anhaltend unterdrücken. Dadurch hat der Antikörper ein großes Potenzial, erfolgreich zur Prävention und Behandlung der HIV-Infektion eingesetzt zu werden. Zurzeit stellen antiretrovirale Medikamente die Grundlage der Behandlung der HIV-Infektion dar. Sie erfordern eine lebenslange und tägliche Einnahme, die mit Nebenwirkungen einhergehen kann.

DZIF

Cholesterin: Infarkt-Risiko schon früh erkennen

Wie groß ist das Risiko für Personen mit erhöhten Blutfettwerten, einen Herzinfarkt zu bekommen? DZHKForscher haben herausgefunden, dass schon ein leicht erhöhter Cholesterinspiegel bei jungen Menschen auf lange Sicht zu einem größeren Infarktrisiko führt. Mit einem neuen Modell können sie das Risiko frühzeitig bis zum Alter von 75 Jahren berechnen. Bisher war dies lediglich für die nächsten zehn Jahre möglich. Damit ergibt sich die Chance, früh zu entscheiden, ob cholesterinsenkende Maßnahmen sinnvoll sind.

DZHK

Schonender Herzklappenersatz EU-weit zugelassen

Eine Technologie zum Ersatz der Mitralklappe per Katheter wurde erstmals für die Europäische Union zugelassen und CE-zertifiziert. Die Klappe wurde von DZHK-Forschern am Universitätsklinikum Schleswig- Holstein in Kiel entwickelt. Sie lässt sich über einen Katheter im schlagenden Herzen positionieren und optimal anpassen. Patienten müssen nicht an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. Die Methode ist deshalb besonders für Menschen mit hohem Operationsrisiko geeignet.

DZHK

Bewaffnete Antikörper für die Krebsimmuntherapie

Wissenschaftlern des DKTK ist es erstmals gelungen, immunstimulierende Botenstoffe so an krebsspezifische Antikörper zu koppeln, dass sie die Immunabwehr gegen den Krebs aktivieren, aber keine gefährlichen überschießenden Immunreaktionen verursachen. Das Forscherteam hat jetzt das europäische Patent für das Verfahren erhalten, um die modifizierten Botenstoffe im großen Maßstab zu produzieren und anschließend in klinischen Studien erproben zu können. Für die Herstellung von zwei Substanzen in klinischer Qualität wurde ein Lizenzvertrag und Kooperationsvertrag mit der südkoreanischen Biotechfirma ABL Bio abgeschlossen.

DKTK

Die richtige Planung klinischer Studien: DKTK und Paul-Ehrlich-Institut Informationstag

Klinische Studien sind notwendig und gesetzlich vorgeschrieben, um die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Arzneimittels zu belegen, bevor neue Medikamente oder Therapieverfahren zur Behandlung von Krebs eine Marktzulassung erhalten. Doch was müssen Wissenschaftler und Ärzte beachten, damit sie Erfolg versprechende Ansätze aus dem Labor überhaupt in einer klinischen Studie prüfen dürfen? Beim Workshop des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) und des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) am 4. November 2019 informierten Experten der Bundesoberbehörden, Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), über die Dos and Don'ts bei der Genehmigung klinischer Prüfungen und die Zulassung von Arzneimitteln und Medizinprodukten.

DKTK

Einblicke in Krankheitsprozesse

Entzündungsvorgänge treiben die Entwicklung von Alzheimer und anderen Hirnerkrankungen voran. Insbesondere sind sie maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich sogenannte Tau-Proteine in krankhafter Weise anhäufen. Forschende unter Federführung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn berichten darüber in „Nature". Das renommierte Fachjournal kürte diese Befunde zur Titelgeschichte. Entzündungsprozesse könnten demnach ein Ansatzpunkt für künftige Therapien sein.

DZNE

Troponin I sagt Sterblichkeit von COPD-Patienten voraus

Pneumologen des DZL und Kardiologen des DZHK fanden in einer Studie heraus, dass Troponin I, üblicherweise Indikator für einen Herzinfarkt, als Serummarker die Sterblichkeit von COPD-Patienten vorhersagt. Für dieses Projekt analysierten die Forschenden Daten und Bioproben von über 2.000 Patienten der COSYCONET-Studie, die Teil des DZL ist. Tatsächlich zeigte sich, dass Personen mit stabiler COPD bei einer höheren Konzentration von Troponin I im Blut ein signifikant erhöhtes Sterberisiko gegenüber Personen mit niedrigerer Troponin-I-Konzentration hatten.

DZL

Verlässliche Informationen zu Diabetes

Das neue unabhängige und onlinebasierte nationale Diabetesinformationsportal www.diabinfo.de bietet umfassendes Wissen zum Leben mit Diabetes und der Vorbeugung der Stoffwechselerkrankung. Alle Informationen sind von einem Team aus erfahrenen Diabetologen, Ernährungsexperten, Diabetesberatern und Wissenschaftlern geprüft und nach dem Vier-Augen- Prinzip freigegeben. Diabinfo ist ein gemeinsames Angebot des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), des Helmholtz-Zentrums München und des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ). Initiiert wurde es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördern das Portal.

DZD

Auszeichnungen

Wie Insulin an seinen Rezeptor bindet

Forschende haben entschlüsselt, wie genau Insulin an seinen Rezeptor andockt. Sie konnten erstmals sichtbar machen, dass der Rezeptor aus zwei identischen Teilen besteht, die jeweils zwei Insulinbindungsstellen enthalten. Bindet Insulin an den Rezeptor, ändert sich dessen Form von einem umgekehrten U in ein T. Die Arbeiten entstanden beim DZD-Partner Paul-Langerhans-Institut des Helmholtz-Zentrums München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Die neuen Erkenntnisse können künftig helfen, bessere künstliche Insuline zu designen.

DZD

1,7 Millionen Euro an Förderung
Dr. Martin Fuhrmann

Dr. Martin Fuhrmann

Dr. Martin Fuhrmann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) erhält einen mit 1,7 Millionen Euro dotierten „Consolidator Grant" des Euro päischen Forschungsrats. Mit den Fördermitteln geht der Bonner Neurowissenschaftler einem völlig neuen Forschungsansatz nach: Auf der Suche nach Therapien gegen Hirnerkrankungen wie Alzheimer wird er untersuchen, wie Immunzellen des Gehirns dazu beitragen können, dass neue Nervenzellverbindungen entstehen.

DZNE

DZL-Forscherin erhält Zwei-Millionen-Euro-Förderung der EU
Soni Savai Pullamsetti

Soni Savai Pullamsetti

DZL-Nachwuchsgruppenleiterin Soni Savai Pullamsetti erhält einen der renommierten „Consolidator Grants" des European Research Council (ERC) der Europäischen Union für ihre exzellente Forschung im Bereich des Lungenhochdrucks. In den nächsten fünf Jahren wird der ERC der Wissenschaftlerin zwei Millionen Euro für ihre Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (MPI) in Bad Nauheim zur Verfügung stellen. Pullamsetti möchte mit den EU-Mitteln nach Möglichkeiten suchen, wie die aktivierten Gefäßwandzellen so beeinflusst werden können, dass der Fortlauf der Erkrankung gestoppt oder sogar umgekehrt werden könnte.

DZL

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