Synergie - Das Magazin der DZG

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FORSCHUNG FÜR GESUNDHEIT - unter diesem Motto berichten die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) zweimal im Jahr über Projekte und Erfolge in der translationalen Forschung.

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Eine vernetzte Forschung sorgt für Durchbrüche im Kampf gegen Volkskrankheiten.

Das Stichwort lautet:
Translation

Auf dieses Netzwerk kann Deutschland stolz sein.

Die Gründung der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück. Ihr Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in die klinische Anwendung zu bringen. 

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Mitteilungen,
Termine und Auszeichnungen

Mitteilungen

Smartwatches statt Langzeit-EKG

Intelligente Armbanduhren, sogenannte Smartwatches, können den Herzrhythmus zuverlässig analysieren und erfassen krankhafte Veränderungen, fanden DZHK-Forscher aus Greifswald gemeinsam mit Schweizer Kollegen heraus. Vorhofflimmern tritt mit dem Alter häufiger auf und kann zu Schlaganfällen führen. Blutverdünner beugen dem vor. Da Vorhofflimmern aber kaum Beschwerden macht, wird es häufig nicht erkannt. Smartwatches könnten eine günstige und praktikable Alternative zu Langzeit-EKGs oder implantierten Ereignisrekordern sein.

DZHK

Epstein-Barr-Virus: ein Impfstoff wird entwickelt

Das Epstein-Barr-Virus infiziert mehr als 90 Prozent aller Menschen. Meist bleibt das Virus ohne Folgen lebenslang im Körper, doch es kann auch zu Krebs und anderen schweren Erkrankungen führen und ist vor allem bei Immunschwäche eine große Gefahr. Nun entwickeln Wissenschaftler einen ersten Impfstoff. Ihr Kandidat geht derzeit in die qualitätsgesicherte Herstellung, um sich anschließend in präklinischen und klinischen Studien zu behaupten.

DZIF

Immuntherapie: erfolgreiches Schnippeln mit der Genschere

Die Idee, eigene Immunzellen genetisch zu verändern und sie gegen Infektionen und Tumore einzusetzen, ist nicht neu. Doch bisher konnten die derart veränderten T-Zellen klinisch nur mit begrenztem Erfolg eingesetzt werden. Münchner Wissenschaftler haben nun T-Zellen mit der neuen Genschere CRISPR bearbeitet und konnten damit Immunzellen erhalten, die den natürlichen sehr ähnlich sind, sich aber gegen Tumore oder Erreger programmieren lassen.

DZIF

Herzinfarkte schneller erkennen

Wenn Patienten mit Brustschmerzen in die Notaufnahme kommen, ist die entscheidende Frage: Herzinfarkt oder nicht? Die Diagnosezeit lässt sich auf bis zu eine Stunde senken, wenn das Ansteigen des Markers Troponin bestimmt wird und nicht wie bisher die absolute Konzentration im Blut der Patienten. Das hat ein internationales Team unter Federführung von DZHK-Forschern herausgefunden und auf dieser Basis die Diagnosehilfe „Compass MI" entwickelt, die bereits online für Ärzte verfügbar ist.

DZHK

DZD feiert Jubiläum

Um Diabetes besser vorbeugen und behandeln zu können sowie Folgeerkrankungen zu vermeiden, wurde auf Initiative des Bundesforschungsministeriums das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) vor zehn Jahren gegründet. Im DZD arbeiten mehr als 400 Experten unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam daran, präzise Präventions- und Therapiemaßnahmen zu entwickeln. Das Jubiläum feierte das DZD mit einem Festakt und einem wissenschaftlichen Symposium am 24. Juni 2019 in Berlin. Zu den mehr als 200 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Verbänden gehörten u. a. Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom BMBF, der Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft Prof. Otmar Wiestler, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Matthias Kleiner sowie hochrangige Vertreter der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

DZD

Spuren von Alzheimer im Blut

Eine Alzheimer-Erkrankung entwickelt sich meist über Jahre unbemerkt. Denn schon lange bevor Symptome einer Demenz auftreten, sterben Nervenzellen ab. Anhand ihrer Überreste, die bis ins Blut gelangen können, lässt sich der Krankheitsverlauf zurückverfolgen – mehr als zehn Jahre, bevor sich Gedächtnisstörungen bemerkbar machen. Dies konnten Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) nun im Rahmen einer internationalen Untersuchung (sogenannte DIAN-Studie) nachweisen. Weltweit daran beteiligt waren rund 400 Personen mit einer genetisch bedingten Veranlagung für Alzheimer. Der hierbei genutzte Blut-Biomarker könnte helfen, neue Behandlungsverfahren bereits im Frühstadium einer Alzheimer- Erkrankung zu testen, und so den Weg für neue Therapien bereiten.

DZNE

Warum Beta-Zellen kein Insulin mehr produzieren

Bei Patienten, die lange an Typ-2-Diabetes leiden, produzieren die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse oft kein Insulin mehr. Mithilfe einer innovativen Bildgebungstechnik konnten Forscher nun erstmals bei lebenden Tieren wie Zebrafischen und Mäusen zeigen, dass die Reaktion der Betazellen auf einen steigenden Blutzuckerspiegel durch „Chef"-Zellen (Leader-Zellen) koordiniert wird. Sind diese Zellen deaktiviert, ist auch die Reaktion auf Zucker gestört. Diese neuen Erkenntnisse helfen nicht nur zu verstehen, wie sich Diabetes entwickelt, sondern könnten auch neue Therapieansätze eröffnen. Im nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, ob die Leader-Zellen anfälliger für Schäden sind, wenn sich Diabetes entwickelt, und ob neue Leader-Zellen durch genetische oder pharmakologische Umprogrammierung von Zellen kreiert werden können.

DZD

Weltweit erste klinische Studie zur Prüfung personalisierter Impfstoffe gegen Hirntumoren

Weltweit erste klinische Studie

Wissenschaftler des DKTK und des internationalen GAPVAC Konsortiums sind einem personalisierten Impfstoff gegen aggressive Hirntumoren einen bedeutenden Schritt näher gekommen und haben diese Ergebnisse jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht. In der bislang ersten klinischen Studie testeten die Forscher maßgeschneiderte Peptid-Impfstoffe bei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom. Jedes Vakzin berücksichtigte dabei die individuelle Ausprägung des Tumors und das Immunsystem der einzelnen Patienten.

DKTK

Zehn Jahre DZNE

Am 5. April feierte das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sein zehnjähriges Bestehen. Gäste des Festaktes, der in Bonn stattfand, waren Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Das DZNE wurde im Jahre 2009 als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und als erstes der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung gegründet. Es umfasst heute bundesweit zehn Standorte und rund 1.100 Beschäftigte aus mehr als 50 Nationen. Das DZNE erforscht das gesamte Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen: Dazu gehören beispielsweise Alzheimer, Parkinson und ALS.

DZNE

Krebsmedikament gegen Lungenhochdruck

Lungenhochdruck ist bisher nicht heilbar. Gießener Lungenforscher fanden nun einen neuen Therapieansatz und konnten mit dem Einsatz eines etablierten Krebsmedikaments den krankhaften Umbau der Blutgefäße in der Lunge stoppen. Es gelang sogar, bereits krankhaft verengte Blutgefäße zu regenerieren.

DZL

Auszeichnungen

Paul-Langerhans-Medaille
Prof. Matthias Tschöp

Prof. Matthias Tschöp

Für seine „erstklassigen Leistungen bei der Erforschung des Diabetes mellitus" ist Prof. Matthias Tschöp mit der Paul-Langerhans-Medaille ausgezeichnet worden. Tschöp, Wissenschaftler am DZD und wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz Zentrums München, wurde u. a. für die Entwicklung neuer Wirkstoff- Kandidaten zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas geehrt. Die Poly-Agonisten, die die gleichzeitige Wirkung mehrerer Hormone imitieren, befinden sich bereits in klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien.

DZD

DZL mit internationalem Balzan Preis ausgezeichnet

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung wurde im September 2019 für hervorragende Leistungen im Fachgebiet „Pathophysiologie der Atmung: von der Grundlagenforschung zum Krankenbett" mit dem international hoch renommierten Balzan Preis ausgezeichnet. Die Stiftung Preis Balzan fördert weltweit Kultur und Wissenschaften sowie verdienstvolle Initiativen für Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern und vergibt jährlich vier Preise in wechselnden Kategorien. Die Hälfte der Preissumme fließt in Projekte zur Förderung junger Forscher.

DZL

Viermal deutscher Krebspreis für DKTK Wissenschaftler
Prof. Michael Platten
Prof. Ugur Sahin
Prof. Dieter Sauer
Prof. Roland Rad

Der Deutsche Krebspreis 2019 ging in den drei Sparten „Klinische Forschung", „Translationale Forschung" und „Experimentelle Forschung" an die vier DKTK Wissenschaftler Prof. Michael Platten (DKTK und Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg; Universitätsmedizin Mannheim), Prof. Ugur Sahin (TRON – Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinnützige GmbH), Prof. Dieter Sauer und Prof. Roland Rad (beide vom Deutschen Krebskonsortium an der TU München, Klinikum rechts der Isar) für ihre wegweisenden Arbeiten, u. a. in den Bereichen Krebsimmuntherapie und zur molekularen Entstehung von Krebs. Der Wissenschaftspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin.